Vorabpauschale Rechner: Deine Steuerrate verstehen und vorhersagen
Hier kannst Du berechnen, wie hoch Deine Steuerlast ist und erfahren, wie sehr diese steigt. Tipps zum Sparen inklusive!Aktualisiert am 27. April 2026

Auf Deine ETFs und Investmentfonds zahlst Du in Deutschland eine Vorabsteuer - die sogenannte Vorabpauschale. Jedes Jahr verringert diese Zahlung den Wert Deines Vermögens und begrenzt dadurch den Zinseszinseffekt beim Aufbau Deines Kapitals.
Der genaue Steuersatz hängt vom Zinssatz ab, den der deutsche Staat für 15-jährige Anleihen zahlt und wird jedes Jahr neu festgelegt.
Für 2026 beträgt der Steuersatz für Aktien-ETFs 0,33 % und für 2027 liegt er bei 0,41 %. Sollten die Zinssätze wieder das historische Niveau vom Ende des letzten Jahrhunderts erreichen, könnte sich dieser Satz mehr als verdoppeln.
Inhaltsverzeichnis
- Ergebnis:
- Wieso ist die Vorabpauschale 2026 gestiegen und wieso steigt sie weiter?
- Wie hoch ist die Vorabpauschale 2027?
- Wie wird die Vorabpauschale berechnet?
- Wie kann ich die Vorabpauschale legal reduzieren? Der Pensionfriend-weg
- Warum Wir eine private Rentenversicherung für größere Investments empfehlen?
Berechne hier Deine Steuerlast
Ergebnis:
Nettogewinn 5.000 € | Vorabpauschale 147 € | Effektiver Steuersatz 0,33 % |
|---|
Während der normale Steuersatz für 2026 bei 0,33 % liegt, wird er reduziert, da deine Rendite unter der vermuteten Rendite lag. Die meisten Broker berechnen die Vorabpauschale automatisch und melden sie an das Finanzamt, sodass du nichts manuell einreichen musst.
Die meisten Broker berechnen die Vorabpauschale automatisch und melden sie dem Finanzamt, sodass Du nichts manuell einreichen musst.
Wieso ist die Vorabpauschale 2026 gestiegen und wieso steigt sie weiter?
Die Vorabpauschale hängt vom Basiszins ab. Der orientiert sich an der Rendite 15-jähriger Bundesanleihen vom Ende des jeweiligen Vorjahres. Diese Anleiherendite ist in den letzten Jahren gestiegen und kletterte zum Ende des Jahres 2024 auf 2,53 %. Es ist dieser Wert, der den Basiszins für das Kalenderjahr 2025 bildet und somit die Grundlage für die Steuer, die im Januar 2026 fällig wird.
Steuerjahr | 15-jährige Bundesanleihen Ende Dezember | Basiszins ≈ 15-jährige Bundesanleihen Ende Dezember des Vorjahres | Steuersatz, Standard- Aktien-ETF = 0,7x0,7 x 26,375 % x Basiszins des Vorjahres, mindestens aber 0 % |
|---|---|---|---|
2022 | 2,55% | -0,05% | |
2023 | 2,29% | 2,55% | 0,00% |
2024 | 2,53% | 2,29% | 0,33% |
2025 | 3,20% | 2,53% | 0,30% |
2026 | 3,20% | 0,33% | |
2027 | 0,41% |
Wie hoch ist die Vorabpauschale 2027?
Die Vorabpauschale für 2027 steht bereits fest, da sie auf der Rendite 15-Jähriger Bundesanleihen vom Ende 2025 basiert. Dieser Basiszins wurde bereits vom Bundesfinanzministerium bekanntgegeben und liegt bei 3,2 %. Für einen Standard-Aktien-ETF lässt sich der effektive Steuersatz somit auf 0,41% berechnen.
Wie wird die Vorabpauschale berechnet?
Die Steuerbelastung berechnet sich wie folgt:
70 % * Steuerpflichtiger Anteil (variabel je nach Anlageart) in % * Abgeltungssteuersatz * Basiszins, mindestens aber %
Beispiel für 2027 bei einem Standard-Aktien-ETF:
70 % * 70 % * 26,375 % * 3,2 % = 0,41 %
Beachte allerdings, dass der steuerpflichtige Anteil von der Art des ETFs oder Fonds abhängt. Bei einem Standard-Aktienfonds beträgt der steuerpflichtige Anteil 70 % (aufgrund der 30 %igen Teilfreistellung).
Hier eine Übersicht über verschiedene Anlagearten und ihren steuerpflichtiger Teil:
Anlageart | Steuerpflichtiger Teil (%) |
|---|---|
ETF oder Fond mit > 50% Aktien (Aktienfonds) | 70,00 % |
Zwischen 25-50% Aktien (Mischfonds) | 85,00 % |
Unter 25% Aktien | 100,00 % |
Immobilienfonds | 40,00 % |
Auslandsimmobilienfonds | 20,00 % |
Wenn Du Deine Anlagen verkaufst, zahlst Du den Kapitalsteuersatz von 26,375 %, multipliziert mit dem steuerpflichtigen Anteil. Deine Bank zieht automatisch alle in den Vorjahren gezahlten Vorabpauschalen von Deiner Steuerlast ab. Das verhinderte eine Doppelbesteuerung.
Obwohl die Vorabpauschale abziehbar ist, bleibt sie für Dich kostspielig, da sie die Steuerzahlung zeitlich vorzieht. Dadurch profitierst Du weniger vom Zinseszinseffekt. Den solltest Du jedoch nicht unterschätzen - das lehrt uns die 72er-Regel. Diese besagt, dass sich Dein Geld bei einer Rendite von 7,2 % alle 10 Jahre verdoppelt. In 30 Jahren kann sich Dein Kapital dadurch verachtfachen. Das bedeutet: Jeder €, den Du vorab an Steuern zahlst, kostet Dich 8 € an Rendite. Beachten Wir dann noch die Steuer, die am Ende der 30 Jahre fällig wären, dann beträgt Dein Nettogewinn etwa 6,52 €.
Nettogewinn bei Steuerzahlung nach 30 Jahren:
8 € * (1 - 26,375 % * 0,7) = 6,52 € pro gezahltem € Vorabpauschale
Deshalb legen wir großen Wert darauf, mit sehr hoher Steuereffizienz, hoher Renditeerwartungen und möglichst geringen Kosten zu investieren. Wir von Pensionfriend wählen deshalb ETFs, die ihre jeweiligen Indizes nach anfallenden Kosten übertreffen.
Wie kann ich die Vorabpauschale legal reduzieren? Der Pensionfriend-weg
Tatsächlich ist der einfachste Weg, die Zahlung der Vorabpauschale zu reduzieren, die Investition in eine private Rentenversicherung. Hier zahlst Du keine Abgeltungssteuer, sodass Dein Vermögen steuerfrei anwachsen kann.
Wenn Du innerhalb einer privaten Rentenversicherung Aktien oder Anleihen kaufst oder verkaufst, etwa um Deine Anlagestruktur zu optimieren, dann fällt keine Steuer an. Darüber hinaus sind 50 % der Kapitalerträge steuerfrei, wenn Dein Vertrag mindestens 12 Jahre gelaufen ist und Du sie Dir nach dem 62. Lebensjahr auszahlen lassen.
Das ist auch der Grund, weshalb Wir Uns bei Pensionfriend auf diese Lösung konzentrieren. Wir können allerdings auch andere Produkte anbieten. Etwa wenn es um kleinere Investitionen geht:
Bei kleineren Investitionen kannst Du die Vorabpauschale ebenfalls vermeiden. Dort liegt Dein Steuerfreibetrag bei 1.000 € pro Jahr für Einzelpersonen und bei 2.000 € für Ehepaare. Bedenke jedoch, dass Du diesen Freibetrag auch für deine normalen Sparkonten benötigst.
Dazu ein Beispiel: Wenn Du einen kleinen Betrag, sagen wir 10.000 €, in einem Depot hälst, das 6-7 % Rendite erzielt, dann hilft Dir das, den Freibetrag voll auszuschöpfen - aber nur, wenn Du weitere 10.000 € auf Sparkonten hast, für die 2-3 % Zinsen gelten.
Das erste bringt Dir etwa 600-700 € ein, das zweite etwa 200-300 €. Damit erreichst Du als Einzelperson gerade so die Steuerfreigrenze.
Was Du vermeiden solltest, ist, Deine 10.000 € in einem ETF-Depot auf beispielsweise 100.000 € anwachsen zu lassen, nur um schließlich Deine Strategie ändern zu wollen. Dieser Wechsel würde Dich teuer zu stehen bekommen, da Du Deine Anteile verkaufen und die volle Kapitalertragsteuer von 26,375 % auf 70 % Deiner Aktien-ETF-Gewinne zahlen müsstestmusst.
Warum Wir eine private Rentenversicherung für größere Investments empfehlen?
Innerhalb einer privaten Rentenversicherung von Pensionfriend fällt keine Vorabpauschale an. Dein Kapital bleibt investiert, ohne dass jährliche Steuern abfließen und Du profitierst von bis zum Ruhestand vom Zinseszinseffekt. Zusätzlich profitierst Du von:
Einer Teilfreistellung von 15 % auf alle Fondstypen zu jeder Zeit
Einer 50 %igen Steuerermäßigung auf Gewinne, die nach dem 62. Lebensjahr entommen werden.

